GEORG BURCHARD BAADE
Aus Stranda Bygdebok II, herausgegeben 1961:
„……………..Die Überlieferung weiß auch von einer persönlichen Auseinandersetzung auf Sløgstad zwischen Hans Nilsen Hauge aus Tune und dem Bergenser Georg Burchard Baade.
(Dieser Pfarrer, der länger im Amt war als jeder andere, war ein merkwürdiger und vielschichtiger Mann. Hier müssen wir uns mit dem begnügen, was Johan Nordahl Brun in sein Tagebuch schrieb, als sie sich zum ersten Mal in Fana trafen, kurz bevor er nach Stranda aufbrechen sollte: ‚Gott bewahre dieses Menschen Verstand!' (Das war am 22. Juli 1798)).
Im Jahr 1799 besuchte Hauge Stranda und wohnte auf Ous. Nachdem Baade mit der Predigt in der Kirche fertig war, rief Hauge das Volk zur Versammlung im Hof des Pfarrhofs zusammen und beabsichtigte, die Treppe des Gesindehauses als Rednerbühne zu nutzen. Als er beginnen wollte, kam der Pfarrer, der in seinem Junggesellenheim gewesen war und sich mit einem Erfrischungsgetränk gestärkt hatte. Er stellte sich vor Hauge und fragte ihn, wer ihm die Erlaubnis zu predigen gegeben habe. Hauge antwortete, dass dies kein Mensch getan habe, aber er glaube, einen Ruf dazu von Gott zu haben. Der Pfarrer zog daraufhin ein Testament auf Griechisch hervor und fragte, ob er etwas davon verstehe. Hauge antwortete, indem er einen lutherischen Katechismus hervorholte und sagte: ‚Nein, aber diesen kann ich, und das reicht mir!'
Nun heißt es nach der Überlieferung, dass der Pfarrer sich mit einem seiner Kirchenhelfer verbündet hatte und ihn dazu brachte, den Redner von der Treppe zu stoßen, sodass er lang im Schlamm lag. Da heißt es, dass Hauge sich wieder erhob, den Schmutz von sich abwischte, sich zum Pfarrer wandte und sagte: ‚Wärst du doch so voll vom Geist, wie du jetzt voll vom Wein bist!'…….."