Kjelberg Johnsen Sundlo
Aus den Aufzeichnungen von Konrad Bertram Holm Sundlo:
Geboren am 7. Dezember 1814 auf Sundlo, getauft am 1. Januar 1815 in der Kirche Alstadhaug. Bei der Matrikulierung 1838 als Eigentümer des Hofes Sundlo eingetragen.
Er war zweimal verheiratet:
– Am 15. Juni 1840 mit Berte Andersdatter Holm (geboren 1799 in Fåberg). Sie war Witwe und hatte aus erster Ehe (mit dem Metallgießer Ole Nilsen) folgende Kinder mitgebracht: Nella Olsdatter, geb. 22. Mai 1826; Anders Olsen, geb. 14. Januar 1829; Christian Olsen; Baroline Olsdatter, geb. 3. November 1833. Berte und alle ihre Kinder aus erster Ehe starben während einer Typhusepidemie in den 1850er Jahren (vor der Volkszählung 1855). Es wurde angenommen, dass die Ansteckung durch den ältesten Sohn eingeschleppt wurde, der vom Militärdienst in Trondheim nach Hause gekehrt war.
Mit Berte hatte Kjelberg Johnsen diese zwei Kinder: John, geboren 19. April 1841; Mortine, geboren 16. Oktober 1843.
– Am 2. April 1857 mit Karen Bergitte Olsdatter Steinsvegan (Brågsetsveet?), geboren 5. April 1827. Mit Karen hatte Kjelberg Johnsen zwei Kinder: Albertine, geb. 1858; Othelie, geb. 1859.
„Im Sommer 1891 reiste ich (Konrad Sundlo) zusammen mit Adjunkt Augdahl und Familie nach Trøndelag. Augdahl stammte aus Vedul in Åsen und war der Sohn von Kantor Olsen in Åsen. Die zweite Frau meines Großvaters – Karen – war eine Schwester von Kantor Olsen, sodass mein Vater und Adjunkt Augdahl eine Art ‚entfernte Vettern' waren.
Adjunkt Augdahl sorgte dafür, dass ich Per Dullum kennenlernte, der mit der Halbschwester meines Vaters, Othelie (‚Telle'), verheiratet war. Als kleines Kind von drei oder vier Jahren hatte ich mit meinen Eltern an Pers und Othelies Hochzeit teilgenommen, sodass Per und ich alte Bekannte waren. Er ruderte mich über den Hoklingen, wo es stark blies und das Wasser ins Boot schwappte, und begleitete mich hinauf nach Sundlo, wo ich eine Zeit verbrachte.
Mein Großvater war ein kräftiger, untersetzter Mann, ein richtiger gemütlicher Alter, der mich bei allem mitmachen ließ. Ich aß Brei aus der gemeinsamen großen Breischüssel zusammen mit den Heumähern und steckte – wie sie – den sauber abgeleckten Hornlöffel in eine Ritze in der Blockholzwand, wenn ich satt war. Ich aß auch gesalzenen Hering, auf der Glut gebraten, und Kartoffelkuchen mit Ziegenkäse – und hatte eine großartige Zeit.
Eines Tages sagte Großvater: Wenn du hinüber nach Hojem läufst und die Post holst, bekommst du nach meinem Tod meine Taschenuhr! Und ich lief los, um die Post zu holen. Ich hätte sie natürlich auch ohne das Versprechen einer Uhr geholt – aber nun bekam ich sie tatsächlich, als Großvater gestorben war.
Er verkaufte den Hof in den 1890er Jahren und bedang sich – wie es Sitte war – ein Altenteil aus. Als ich als Erwachsener (1923) den Hof einmal besuchte, erzählte der neue Eigentümer, dass mein Großvater eines Morgens tot auf dem Fußboden aufgefunden worden war."